50 Jahre
Das Heidelberger Oratorium kann in diesem Jahr auf eine 50jährige Geschichte zurückblicken. Vor zwei Jahren, im Herbst 2008, wurde die kirchenrechtliche Anerkennung als "Kongregation des Oratoriums des hl. Philipp Neri" gefeiert (mehr...). Doch bis es soweit war, hatten drei junge Priester bereits 8 Jahre in Gemeinschaft gelebt. Die Idee zur Gründung eines Oratoriums entstand in den Jahren des Studiums im Freiburger Priesterseminar. In den Jahren zuvor hatten die Oratorianer von Leipzig (Gründung 1930) und München (Gründung 1954) sich in der Liturgischen Bewegung und in engem Kontakt zu Romano Guardini intensiv mit liturgischen Erneuerungen beschäftigt. Das zog Kreise, und überall in Deutschland machten die Oratorianer so von sich reden.
Im Freiburger Priesterseminar gab es eine Reihe junger Theologen, die sich dieser geistlichen Bewegung anschließen wollten. Letztlich dauerte es dann noch einige Jahre, bis 1960 der Freiburger Erzbischof ein neues Priesterteam für eine Heidelberger Gemeinde suchte. Albert Rapp, Karl Velten und Ludwig Bopp kamen – zeitlich ein wenig versetzt – in der Gemeinde St. Bonifatius an. Karl Velten übernahm die Aufgaben des Pfarrers, Ludwig Bopp als Vikar unterrichtete zehn Jahre lang im St. Raphael-Gymnasium. 1971 jedoch avancierte Karl Velten zum Regionaldekan und Ludwig Bopp wurde der katholische Pfarrer der Weststadt. dazu ein Zeitungsbericht...
Im Lauf der Jahre kamen weitere Priester und ein Laie in die Gemeinschaft. Einige dieser Mitglieder haben das Oratorium dann auch wieder verlassen, andere blieben bis an ihr Lebensende. Neben der Gemeindearbeit – mit einem Schwerpunkt in der Ökumene und in der Arbeit mit jungen Familien – war die Ausbildung für die Klinikseelsorge ein Schwerpunkt der Oratorianer. Hinzu kam die Arbeit in der Region. Heute, mit der kleinen Zahl von drei Mitgliedern, gehören die Seelsorge in drei Pfarreien, die soziale Arbeit in der Stadt Heidelberg und die Seelsorge in den Kliniken zu den Hauptaufgaben der Heidelberger Oratorianer.